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Welcome to the machine... So heißt es seit nunmehr 45 Jahren. Der entscheidende Fortschritt bei der zugrunde liegenden Programmtechnik steht nach wie vor aus, aber immerhin hat der explosionsartige Anstieg verfügbarer Rechenleistung die maschinelle Übersetzung dem Monopol des Mainframes entrissen und dem gemeinen PC zugänglich gemacht. Betrachtet man die derzeit verfügbaren Programme, so fällt eine gegenläufige Beziehung ins Auge: je preisgünstiger, desto hochtrabender der Anspruch. Diesen anhand der Ergebnisse zu überprüfen, ist natürlich für Anwender ohne solide Kenntnisse der betreffenden Fremdsprache schwierig. Jetzt gibt es jedoch die Möglichkeit, sich selbst ein Bild zu machen. Systran, einer der ausgereiftesten Vertreter aus der derzeitigen Generation maschineller Übersetzungssysteme, ist inzwischen gratis auf der Babelfish-Website von AltaVista zugänglich. Auch Systran vermag nicht das Unmögliche, erzielt aber unter günstigen Bedingungen - klar und eindeutig formuliertem Text über ein allgemeines Thema auf dem Niveau der zweiten Grundschulklasse - überraschend gute Ergebnisse. So gibt sich Systran denn auch sehr zurückhaltend hinsichtlich dessen, was es zu leisten vermag, trotz seiner unverfrorenen Vereinnahmung des Namens Babelfish, des universellen Dolmetschers aus Douglas Adams' Buch Per Anhalter durch die Galaxis. Da gutes Übersetzen gleichermaßen Wissen über den Gegenstand und einen geschliffenen Schreibstil erfordert, ist nicht damit zu rechnen, dass bis zur Verfügbarkeit echter künstlicher Intelligenz die maschinelle Übersetzung wesentlich über das von Systran Gebotene hinausgehen wird. Ich mache keinen Hehl aus meiner Voreingenommenheit zugunsten der grauen Zellen - sie bleiben unangefochten das wichtigste Werkzeug des Übersetzers. Andererseits gebe ich zu, dass Programme wie das oben beschriebene durchaus ihre Einsatzbereiche haben. Zum Beispiel eignen sie sich dafür, fremdsprachige Dokumente oder Websites schnell und einfach daraufhin zu prüfen, ob sie die Bearbeitung durch einen menschlichen Übersetzer lohnen. Um die Fähigkeiten von Systran zu testen, versuchen Sie es doch mal mit der elektronischen Form der Stillen Post. Kopieren Sie ein paar Absätze aus einem Dokument, das Sie gerade zur Hand haben - der Inhalt dieser Seite tut es auch - in Ihre Zwischenablage. Klicken Sie auf den Link am Ende dieses Absatzes und öffnen Sie so ein Fenster zur Babelfish-Site, fügen Sie den Text in Systran ein, lassen Sie ihn in eine der angebotenen Sprachen und wieder zurück übersetzen. Nach zwei oder drei Durchläufen dieser Art nimmt selbst der geradlinigste Text surrealistische Züge an. Viel Spaß!
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